Gemeinde Hirschberg

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Hirschberg an der Bergstraße

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Wallfahrt

Die katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Johannes Baptist

Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts kam es zu einem Platztausch zwischen der Kirchenbehörde - Leutershausen gehört seit 1827 zu der in jenem Jahr neu gebildeten Erzdiözese Freiburg - und dem Grafen Theodor von Wiser. Dieser überließ der katholischen Gemeinde einen Teil seines Gemüsegartens, des früheren "Wassergartens", dafür erhielt der Graf den bisherigen Kirchplatz vor dem Schloß. Der "Wassergarten" lag an der Stelle, wo vor 1611 ein Adelshof der Familie von Hirschberg gestanden hatte und trug seinen Namen wegen seiner Nachbarschaft zum Lindenbrunnen im ältesten Ortskern und zum Dorfbach. Unter Pfarrer Kästel entstand auf diesem Gelände nach den Plänen des Erzbischöflichen Bauamtes in Heidelberg in den Jahren 1905-1907 die neue Pfarrkirche in neugotischem Stil. Sie ist ebenfalls wieder dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht. Beim Bau des Chores stieß man auf den geplättelten Boden einiger Stuben. Die Kirche steht also auf den Grundmauern des alten Hirschberger Lehenshofes.

Der neugotische Hochaltar wurde, wie alle Altäre, 1908 von Pius Hausch aus Horb, geschnitzt. Er zeigt in der Mitte die Darstellung der Taufe Jesu im Jordan. Links: Jesus übergibt Petrus die Schlüssel des Himmelreiches. Rechts: Die Bekehrung des Apostels Paulus. Rechts und links über dem Tabernakel zwei Engel mit Marterwerkzeugen. Auf der Predella rechts und links neben dem Tabernakel sind die zwölf Apostel dargestellt, gemalt von W. Klink, 1908. Der linke Seitenaltar ist dem heiligen Wendelin geweiht. Die Halbplastik des Altarbildes zeigt den Heiligen, der besonders in ländlichen Gegenden verehrt wird. Der Altar erinnert an die Wendelinskapelle, die früher an der Ecke Großsachsener Straße/Kapellenweg gestanden hat. Auf der Predella finden wir die Darstellung einer biblischen Szene: Der reiche junge Mann kann die Forderung Jesu nicht erfüllen, alles den Armen zu geben, um in den Himmel zu gelangen.

An der rechten Seite der Kirche befindet sich ein besonderer Chor mit dem Marienaltar, der das barocke schwarze Gnadenbild von Loreto birgt. Der Altar ist ein Meisterwerk der Holzschnitzerei. Wie ein mächtiger, prächtig verzierter Rahmen umschließt er das Gnadenbild. Links im Geäst und Geranke ist ein Vogelnest zu sehen: auch die Kreatur singt das Lob der Gottesmutter. Weitere Informationen zur Pfarrgemeinde finden Sie unter dem Punkt Kath. Kirche Leutershausen.